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schiener technik GmbH – Haushaltsgeräte-Reparatur

Ratgeber ·

Trockner trocknet nicht mehr – das können Sie selbst prüfen

Das Programm ist fertig, aber die Wäsche ist noch feucht? Oder der Trockner braucht doppelt so lange wie früher? Oft liegt es an Flusen: im Sieb, im Kondensator oder in den Lüftungsschlitzen. Diese Teile können Sie selbst reinigen. Hier lesen Sie, was Sie prüfen und reinigen können, worauf Sie beim Aufstellort achten sollten und wann ein Techniker kommen muss.

Sicherheit zuerst

  • Ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie Siebe, Kondensator oder Lüftungsschlitze reinigen.
  • Die Metalllamellen des Kondensators können scharfkantig sein. Tragen Sie Schutzhandschuhe.
  • Werfen Sie Flusen in den Restmüll, nicht in den Abfluss.
  • Betreiben Sie den Trockner nie ohne eingesetztes Flusensieb.

Woran Sie das Problem erkennen

  • Die Wäsche ist nach dem Programmende noch feucht oder klamm.
  • Das Programm dauert deutlich länger als gewohnt.
  • Im Kondensbehälter sammelt sich kaum Wasser, obwohl die Wäsche nass war.
  • In der Anzeige leuchtet ein Symbol für das Sieb, den Kondensator oder den Behälter.

Die häufigsten Ursachen und was Sie tun können

1. Das Flusensieb ist verstopft

Das Flusensieb sitzt bei den meisten Trocknern in der Türöffnung. Es fängt die Flusen aus der Wäsche ab. Ist es zugesetzt, kommt zu wenig warme Luft durch die Trommel. Die Hersteller empfehlen, das Sieb nach jedem Trockengang zu reinigen.

So geht es bei den meisten Geräten:

  1. Tür öffnen und das Sieb nach oben herausziehen.
  2. Das Sieb aufklappen. Bei manchen Geräten besteht es aus einem inneren und einem äußeren Teil.
  3. Die Flusen mit der Hand abnehmen. Hartnäckige Beläge unter fließendem Wasser abspülen und das Sieb danach gut trocknen lassen.
  4. Die Aufnahme für das Sieb und die Dichtung ebenfalls von Flusen befreien.
  5. Halten Sie das Sieb gegen das Licht. Können Sie durchsehen, ist es sauber.

2. Der Kondensator ist verschmutzt

Nicht alle Flusen bleiben im Sieb hängen. Ein Teil setzt sich im Kondensator ab, bei Wärmepumpentrocknern auch Wärmetauscher genannt. Je nach Gerät erreichen Sie ihn über eine Abdeckung unten in der Türöffnung oder hinter einer Sockelklappe an der Gerätefront. Blinkt das Kondensator-Symbol, sehen Sie ihn sich an und reinigen Sie ihn bei Bedarf. Die Hersteller empfehlen außerdem eine regelmäßige Kontrolle. Wie oft, steht in Ihrer Gebrauchsanweisung.

Beim Reinigen gilt:

  • Öffnen Sie die Abdeckung so, wie es die Anleitung beschreibt.
  • Entfernen Sie die Flusen vorsichtig, mit einer weichen Bürste oder dem Staubsauger mit weichem Bürstenaufsatz.
  • Bewegen Sie Bürste oder Staubsauger nur auf und ab, nie seitlich. Sonst verbiegen die feinen Lamellen, und das Gerät trocknet danach schlechter.
  • Verwenden Sie keine harten oder scharfen Werkzeuge.

Bei herkömmlichen Kondensationstrocknern ohne Wärmepumpe lässt sich der Kondensator oft herausnehmen und mit Wasser ausspülen. Wie das bei Ihrem Gerät geht, steht ebenfalls in der Gebrauchsanweisung.

3. Lüftungsschlitze oder Feuchtigkeitssensor sind verschmutzt

Der Trockner braucht Luft. Die Lüftungsschlitze unten am Gerät dürfen nicht zugestellt oder verstaubt sein. Außerdem misst ein Sensor vorne in der Trommel, wie feucht die Wäsche noch ist. Setzen sich darauf mit der Zeit Rückstände ab, leidet die Trocknung, und die Wäsche kann feucht bleiben. Reinigen Sie deshalb die vordere Fläche der Trommel, so wie es die Anleitung beschreibt.

4. Der Kondensbehälter ist voll

Ist der Wasserbehälter voll, hält der Trockner das Programm an, und das Behälter-Symbol leuchtet. Leeren Sie den Behälter am besten vor jedem Programmstart. Danach das Programm mit Start fortsetzen. Ist Ihr Trockner mit einem Schlauch direkt an den Abfluss angeschlossen, prüfen Sie, ob der Schlauch geknickt ist.

5. Programm, Trockengrad oder Beladung passen nicht

  • Falsches Programm: Wählen Sie das Programm passend zur Wäscheart laut Pflegeetikett.
  • Trockengrad zu niedrig: Steht er auf „bügeltrocken“, bleibt die Wäsche absichtlich feucht. Stellen Sie eine höhere Stufe ein.
  • Zu viel Wäsche: Die Höchstmenge in der Anleitung gilt für trockene Wäsche. Überladen Sie die Trommel nicht.
  • Zu nasse Wäsche: Schleudern Sie die Wäsche in der Waschmaschine mit ausreichend hoher Drehzahl. Sehr nasse Wäsche braucht viel länger.

6. Der Raum ist zu kalt oder zu warm

Trockner, auch Wärmepumpentrockner, dürfen laut Herstellern nur bei einer Raumtemperatur zwischen 5 und 35 Grad betrieben werden. Am besten trocknen sie laut AEG bei etwa 18 bis 25 Grad. In einem kalten Keller oder einer ungeheizten Waschküche im Winter kann das Trocknen deshalb deutlich länger dauern, oder die Wäsche bleibt feucht. Das ist kein Gerätefehler.

Wenn Sie einen Waschtrockner haben

Ein Waschtrockner ist eine Waschmaschine mit Trockenfunktion. Für ihn gelten ein paar Besonderheiten:

  • Weniger Wäsche beim Trocknen. Ein Waschtrockner kann deutlich weniger trocknen, als er waschen kann. Bei einem AEG-Modell sind es zum Beispiel 9 Kilo Waschladung, aber nur 5 Kilo Baumwolle zum Trocknen. Die Mengen für Ihr Gerät stehen in der Gebrauchsanweisung.
  • Wasserhahn offen lassen. Trocknet das Gerät nicht, nennt die Anleitung als erste Abhilfe: den Wasserhahn aufdrehen.
  • Ablaufsieb reinigen. Gegen Flusen nennt die Anleitung: das Ablaufsieb reinigen und Trommel, Dichtung und Tür nach dem Trocknen mit einem feuchten Tuch auswischen. Wie das Ablaufsieb gereinigt wird, steht im Beitrag Waschmaschine pumpt nicht ab.
  • Gut schleudern und locker beladen. Stellen Sie keine zu niedrige Schleuderdrehzahl ein, und verteilen Sie große Wäschestücke gleichmäßig, statt sie eingerollt in die Trommel zu legen.

Wann Sie den Kundendienst rufen sollten

Hilft das alles nicht, kann ein Bauteil defekt sein. Nach unserer Erfahrung finden die Techniker bei Trocknern, die nicht mehr trocknen, am häufigsten diese Ursachen: die Pumpe oder den Schwimmerschalter für das Kondenswasser, die Wärmepumpe selbst, die Heizung oder einen Temperaturfühler. Oft sind auch Kondensator und Luftwege über lange Zeit stark verflust. Ein verschmutzter Wärmetauscher kann das Gerät auf Dauer belasten. Regelmäßiges Reinigen beugt dem vor.

Melden Sie die Reparatur an, wenn

  • die Wäsche trotz sauberer Siebe, sauberem Kondensator und passendem Programm feucht bleibt,
  • sich im Behälter kein Wasser sammelt, obwohl die Wäsche nass war,
  • das Behälter-Symbol leuchtet, obwohl der Behälter leer ist,
  • Wasser unter dem Gerät austritt,
  • sich die Trommel nicht dreht oder das Gerät ungewohnte Geräusche macht,
  • es verbrannt riecht – dann den Stecker ziehen und das Gerät nicht mehr einschalten.

Ein Hinweis zur Garantie: Verstopfte Siebe und ein verschmutzter Kondensator gelten bei den Herstellern in der Regel nicht als Gerätefehler. Die Reinigung gehört zur Pflege, die in der Gebrauchsanweisung beschrieben ist.

Was Sie für die Anmeldung bereithalten

  • Typenschild: Modell-, Produkt- und Seriennummer. Beim Trockner sitzt es meist am Rahmen der Türöffnung. Mehr dazu in Wo finde ich das Typenschild?
  • Kaufdatum, am besten mit Rechnung – wegen der Garantie
  • Fehlercode oder blinkendes Symbol, falls vorhanden
  • ein Foto von der Anzeige und vom Kondensator, falls Sie ihn schon geöffnet haben

Mehr über unseren Service lesen Sie bei der Trockner-Reparatur.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 02942 / 28175

Wie oft muss ich das Flusensieb reinigen?
Nach jedem Trockengang. Ein verstopftes Sieb verlängert die Trockenzeit und erhöht den Stromverbrauch. Viele Geräte zeigen dafür am Programmende ein Symbol an.
Mein Wärmepumpentrockner steht im kalten Keller. Ist das ein Problem?
Ja, das kann eines sein. Wärmepumpentrockner dürfen laut Herstellern nur zwischen 5 und 35 Grad Raumtemperatur betrieben werden. Am besten trocknen sie bei etwa 18 bis 25 Grad.
Darf ich den Kondensator mit dem Staubsauger reinigen?
Ja, aber nur mit einem weichen Bürstenaufsatz und nur mit Auf-und-ab-Bewegungen. Ein harter Aufsatz oder seitliche Bewegungen können die feinen Lamellen beschädigen, dann trocknet das Gerät schlechter.
Warum trocknet mein Waschtrockner schlechter als mein früherer Trockner?
Ein Waschtrockner kann meist deutlich weniger Wäsche trocknen, als er waschen kann. Ist zu viel Wäsche in der Trommel, trocknet sie nicht richtig. Die Mengen stehen in der Gebrauchsanweisung.

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